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  • AutorenbildAngela Beltz

Die Abkürzung zu einer gesunden Lebensweise


Bad News: es gibt keine!

Good News: Der Weg lohnt sich, versprochen!


Wir Menschen haben es gerne bequem und möchten am liebsten, dass alles schnell geht. Vor allem, wenn es um Veränderungen geht, die zunächst schwierig erscheinen. Wir möchten so schnell wie möglich an unser Ziel kommen, um das Leben dann endlich genießen zu können! Und so warten wir auf das nächste Wochenende, auf den nächsten Urlaub, auf die Rente (...) und verpassen im schlimmsten Fall unser Leben!


Auch was das Integrieren neuer, gesünderer Gewohnheiten in unser Leben betrifft, tun wir uns sehr schwer. Wir haben eigentlich gar keine Lust, auf unsere gewohnten Lieblingsmahlzeiten zu verzichten. Möchten nach Feierabend aufs Sofa fallen, statt noch zum Sport zu gehen oder bloß einen Spaziergang zu machen. Feilschen morgens mit uns selbst um jede Minute, die wir noch im Bett bleiben können, statt ein paar Minuten früher aufzustehen und uns ein gesundes Frühstück zuzubereiten. Mir jedenfalls kommt das sehr bekannt vor ;-)


Das ist aber auch verständlich, denn wir sind Gewohnheitstiere und alle Veränderungen sind zunächst anstrengend. Statt auf Autopilot stellen zu können, müssen wir permanent umdenken. Und da wir dazu neigen, zu viel auf einmal zu wollen - und gerade einen Motivationsschub haben, muten wir uns zu viel zu. Dann muss bloß ein Feiertag, ein Urlaub, Stress auf der Arbeit oder etwas Unvorhergesehenes im Alltag passieren und schon schaffen wir es nicht mehr, bei unseren neuen Gewohnheiten zu bleiben. Sie sind uns noch nicht wie das Zähneputzen in Fleisch und Blut übergegangen.


Deswegen sind wir so anfällig für Werbeversprechen, die uns erzählen, dass das, was wir wollen, mit einem bestimmten Produkt ganz schnell und einfach geht. Nur ein paar Wochen einen Ernährungsplan einhalten, ein paar Pillchen/Pülverchen dazu nehmen, und schon sind wir entgiftet, unser Immunsystem ist geboostet, unsere Zellen verjüngt, und nebenbei haben wir z.B. 10 kg in 2 Wochen abgenommen. Dann müssen wir den Ernährungsplan nur noch für wenige Tage im Monat anwenden, um unser Gewicht zu halten.


Klingt super, oder? Wenige Wochen die Zähne zusammen beißen und dann für den Rest unseres Lebens unsere Traumfigur haben mit ein paar wenigen Tagen, wo wir das Programm durchziehen müssen, um das Ergebnis zu halten. Ansonsten können wir alles so machen wie immer.


Solche oder ähnliche Programme/Produkte funktionieren anfangs tatsächlich: man nimmt durch die restriktive Diät viel Gewicht in kurzer Zeit ab. Und weil suggeriert wird, man würde sich toll fühlen, verjüngt, voller Energie, fühlt man sich tatsächlich so. Und das begeistert natürlich. So sehr, dass man anderen davon erzählen möchte.


Das machen sich Network-Marketing-Unternehmen zunutze und bieten die Möglichkeit an, das Produkt weiterzuempfehlen, damit die eigenen Einkäufe zu refinanzieren und sich nebenbei noch eine goldene Nase zu verdienen. Nicht falsch verstehen: Ich habe nicht generell etwas gegen Network-Marketing-Unternehmen. Wenn das Produkt tatsächlich gut ist und man eine detaillierte Schulung über das Produkt und die Wirkungsweise erhält, spricht meiner Meinung nach überhaupt nichts dagegen. Was mir jedoch überhaupt nicht gefällt, ist, wenn auf diese Weise Produkte verkauft werden, die dem Körper zugeführt werden und eine Auswirkung auf die Gesundheit haben, während die Verkäufer*innen nicht ausgebildet sind und somit über kein Hintergrundwissen verfügen. Fragt man nach, ist das häufigste Argument bzw. die Antwort, das Produkt sei durch Ärzte entwickelt worden ...


Was mit diesen Produkte NICHT erreicht wird: Das Wissen über die Vorgänge im Körper und wie man diese mit einer natürlichen, vollwertigen Ernährung unterstützen kann. Es werden weiterhin ungesunde Lebensmittel aufgenommen, die die Gesundheit gefährden, wie z.B. Weißmehlprodukte, Industriezucker, zu viele Lebensmittel tierischen Ursprungs und hochverarbeitete Lebensmittel. Man hat dann zwar abgenommen, aber die Ursachen von Übergewicht wurden nicht eliminiert (und holen einen irgendwann wieder ein) und Nährstoffe werden nur über (minderwertige) Nahrungsergänzungsmittel zugeführt. Der Blutzuckerspiegel darf weiterhin Achterbahn fahren und es werden weiterhin Substanzen zugeführt, die die natürlichen Entgiftungsprozesse stören und das Immunsystem beeinträchtigen.


Für die Entgiftung benötigt man keine Nahrungsergänzungsmittel. Der Körper entgiftet Nacht für Nacht von selbst. DIesen Prozess kann man mit dem Trinken von viel Wasser oder Kräutertee sowie Zitronenwasser am Morgen unterstützen. Auch eine pflanzenbasierte Ernährung mit vielen frischen natürlichen Lebensmitteln begünstigt die Entgiftung, denn sie liefert die dafür nötigen Nähr- und Begleitstoffe. Möchte man eine Entgiftungskur machen, funktioniert dies nur, indem man fastet (lang oder kurz).


Dem Darm und damit dem Immunsystem tut man etwas Gutes, indem man komplexe Kohlenhydrate, und damit Ballaststoffe zu sich nimmt. Auch hier ist eine pflanzenbasierte Ernährung eine tolle Unterstützung, ergänzt mit fermentierten Lebensmitteln wie Kombucha, Kimchi, Sauerkraut, probiotischem (pflanzlichen) Joghurt etc. Viel Trinken ist auch hier von Vorteil. Mischt man in sein Frühstück einen TL Flohsamenschalen, putzt das den Darm so richtig schön sauber (hierbei besonderes viel trinken)!


Das Beste an der langfristigen gesunden Ernährungsweise: Es kostet nichts zusätzlich!


Man kann noch so erfolgreich sein, was Gewichtsabnahme betrifft - wenn die Gesundheit weiterhin nicht langfristig unterstützt wird, hilft das alles nichts. Wenn der Körper weiterhin mit stark verarbeiteten Lebensmitteln belastet wird, wird er eines Tages nicht mehr richtig funktionieren können, denn eine solche Ernährungsweise kann er nicht ewig kompensieren.


Damit dir nie mehr jemand eine Diät/eine Ernährungsweise als gesund verkaufen kann, hier ein paar Merkmale, anhand derer du solche Programme bewerten kannst:


  • Besteht die Ernährungsform überwiegend aus Gemüse, Salaten, Früchten, Sprossen, Ölsaaten, Nüssen, Pseudogetreide und Hülsenfrüchten (also aus natürlichen, pflanzlichen Lebensmitteln)?

  • Enthält sie nur geringe Mengen tierischer Produkte?

  • Enthält sie wertvolle Fette im richtigen Fettsäureverhältnis?

  • Enthält sie einen Rohkostanteil und Superfoods?

  • Wird sie frisch, schonend und größtenteils selbst zubereitet?

  • Sind die Lebensmittel aus biologischem Anbau und artgerechter Tierhaltung? Sind sie fair produziert und gehandelt?

  • Besteht sie hauptsächlich aus unverarbeiteten Produkten?

  • Ist sie basenüberschüssig, antioxidantien- und Vitalstoffreich?

  • Kann sie den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden?


(Quelle: Akademie der Naturheilkunde, leicht umformuliert)


Auch die restliche Lebensweise spielt eine Rolle, wenn man langfristig gesund (und entgiftet, mit einem gesunden Immunsystem) und mit maximal gesunden Zellen leben möchte. Bewegung und ein gesundes Stress-Management spielen eine große Rolle. Bei zu wenig Bewegung kommt sowohl die Verdauung als auch der Stoffwechsel ins Stocken. Stresshormone haben denselben Effekt auf den Stoffwechsel.


Was Bewegung betrifft, so sind kleine Bewegungseinheiten über den Alltag verteilt wertvoller, als ein-, zwei- oder dreimal pro Woche ein Power-Programm im Fitness-Studio zu absolvieren. Am besten an der frischen Luft. Apropos Luft: ab und zu mal eine Minute Löcher in die Luft starren entspannt mehr, als einmal pro Woche zu meditieren. Achtsamkeitsübungen im Alltag wirken ebenfalls Wunder.


Über meinen Weg zu einer gesunden Lebensweise schreibe ich hier.


Wenn du nicht weißt, in welche Richtung du deinen eigenen gesunden Lebensweg einschlagen sollst, helfe ich dir gerne! Gemeinsam schauen wir uns deine individuelle Situation an und ich arbeite eine Route für dich aus, inkl. Ursachenforschung und Hilfe zur Ursachenbeseitigung. Ja, auch ich verkaufe hier ein Produkt (oder vielmehr eine Dienstleistung). Aber eines, das dir wirklich langfristig hilft, weil es sich um Hilfe zur gesunden Selbsthilfe handelt und wenn du mitmachst, musst du dir nie wieder Gedanken um irgendwelche Ernährungsprogramme machen (und kein Geld für weitere Diäten/Ernährungsumstellungen ausgeben), weil du ein Gefühl dafür bekommst, was tatsächlich hilft und was nicht.



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